Der Beitrag befasst sich mit reflexiven Praktiken in der Social-Media-Interaktion. Fokussiert werden Erwiderungen, die zum Gegenstand von metapragmatischer Folgekommunikation auf Twitter und in journalistischen Medien werden. Die Analyse exploriert die metapragmatischen Anschlüsse als Formen des reflexiven Zitierens, gibt einen Überblick und hebt exemplarische Beispiele durch eine qualitative Mikroanalyse hervor. Dabei wird deutlich, mit welchen sprachlichen Mitteln rekontextualisierte Interaktion als Konterinteraktion ausgezeichnet, zur Schau gestellt und mit anderen geteilt wird. Der Artikel diskutiert diese Ergebnisse vor dem Hintergrund interpersoneller und massenmedialer Verfahrensweisen und zeigt aus medienlinguistischer Sicht, wie strukturelle Begebenheiten der Medienumgebung solche Praktiken forcieren und strukturell durchformen können.